Procurement meets KI

Shownotes

Wie gelingt Innovation im Einkauf, wenn ein etabliertes Fachinformationshaus und ein KI-Startup gemeinsam neue Wege gehen? Und welche Rolle spielen KI-Agenten dabei ganz konkret in der Praxis?

In der aktuellen Folge des BME-Podcast „Kaufkraft“, moderiert von Prof. Dr. Florian C. Kleemann, diskutieren Julia Claren, Gründerin von Snackz.ai, und Alexander Graff, Director Innovation & Strategic Partnerships bei Schweitzer Fachinformationen, genau diese Fragen.

Themen der Folge sind unter anderem:

• Dialogbasierte Einkaufsprozesse: Wie KI-Agenten Bedarfe präzisieren, gezielte Rückfragen stellen und Nutzerinnen und Nutzer Schritt für Schritt zu passenden Fachinformationen oder Produkten führen.

• Von klassischen Fachbüchern zu digitalen Lösungen: Wie ein traditionsreiches Unternehmen seine Rolle neu definiert, von der reinen Bereitstellung von Inhalten hin zur intelligenten, kundenorientierten Lösungsplattform.

• Startup meets Corporate: Insights aus einer Kooperation, die auf klar definierten Zielen, Verantwortlichkeiten und Mut basiert. Wie man Geschwindigkeit, Flexibilität und Kundenfokus in großen Unternehmen umsetzt.

• Lessons Learned aus der Praxis: Was beide Seiten über Prozesse, Datenqualität, Kundenverständnis und Organisationskultur gelernt haben und warum „einfach machen“ manchmal der wichtigste erste Schritt ist.

• Zukunft des Einkaufs: Von der katalogbasierten Suche zu intelligenten Dialogsystemen, die personalisierte, effiziente und vertrauensvolle Einkaufsprozesse ermöglichen.

Diese Folge ist ein Muss für alle, die Einkauf, Digitalisierung und KI verbinden wollen, sowie Inspiration für Innovationsprojekte suchen.

Transkript anzeigen

00:00:01: Kaufkraft,

00:00:02: der Enshider Talk.

00:00:04: Der Podcast des BME

00:00:06: mit aktuellen

00:00:06: Trends und Informationen

00:00:08: aus Einkauf,

00:00:09: Logistik- und Supply Chain Management.

00:00:13: Dieser Podcast wird ihn präsentiert

00:00:15: in Kooperation mit Schweizer Fachinformation – der Plattform

00:00:18: für professionelles

00:00:20: Wissen.

00:00:21: Wie Sie den Einkauf

00:00:22: von Informationen

00:00:22: optimieren, erfahren sie auf www.unternehmenswissen.de.

00:00:28: Wir hören uns!

00:00:34: Liebe Zuhörer, liebe Zuhöhrerin, liebe Einkaufskommunität.

00:00:37: Herzlich willkommen zum BME-Podcast Kaufkraft!

00:00:40: Mein Name ist Florian Kleemann und ich bin Professor für Supply Chain Management an der Hochschule München.

00:00:45: Ich beschäftige mich dabei insbesondere mit der zukunftsorientierten Entwicklung des Einkaufs.

00:00:49: Ich freue mich an dieser Stelle ausgewählte Experten rund um die Transformationen des Einkaufen begrüßen, befragen und mit ihnen diskutieren zu können.

00:00:59: Diesmal habe ich nicht nur zwei Gäste sondern auch zwei hochspannende Teilbereiche des modernen Einkaufsinprogramms, nämlich Startup und Innovationskooperation einerseits sowie KI-Agenten andererseits.

00:01:12: Beides am konkreten Anwendungsfall erläutert von einerseits Julia Klarén, Gründerin und Co-Geschäftsführerin von Snacks.ai sowie Alexander Graf, Director Corporate Business bei Schweizer Fachinformation.

00:01:24: Herzlich willkommen!

00:01:25: Hallo!

00:01:26: Danke schön!

00:01:27: Ja ich habe es gerade schon gesagt Zwei Themen, aber natürlich nicht zwei völlig separate Themen sondern das wunderbare Thema einer Kooperation im Umfeld Startup Digitalisierung KI.

00:01:39: Bevor wir da aber in die Details oder Inhalte absteigen vielleicht stellt ihr euch einfach mal vor.

00:01:46: Julia startet doch einfach

00:01:48: Sehr gerne.

00:01:49: Ich komme ursprünglich aus dem klassischen stationären Handel und habe Ende der Neunziger in Berlin Dussmann das Kulturkauffaus mitgegründet, und später viele Jahre geführt.

00:02:00: In diesen mehr als zwanzig Jahren ging es eigentlich ständig um Veränderung Und speziell für den Buchhandel war der Markteintritt von Amazon ein gravierender Change Was für mich in dieser Zeit immer klar war, wir denken von Kunden aus.

00:02:13: Das war mein roter Faden übrigens lange bevor man von User Centricity redete.

00:02:19: und genau das Alex war auch etwas, was uns in unserem allerersten Gespräch sofort miteinander verbunden hat.

00:02:25: Stimmt's?

00:02:26: Ganz genau, ganz genau!

00:02:27: Alexander, stellst du dich doch auch vor dann wissen wir sozusagen wo da die Verbindung entstanden ist.

00:02:32: Ja mein Name ist Alexander Graf.

00:02:33: ich komme aus der Softwareentwicklung.

00:02:35: ursprünglich bin dann mal in die USA gegangen und habe dort bei einem Unternehmen gearbeitet das wird den Weg von eCommerce zu iProcurement beschritten hat Und dann tatsächlich wieder nach Deutschland zurück, weil sich das Thema E-Procurement herausgestellt hat als deutsches Thema.

00:02:56: Prozessverliebter Wagen und sind als die Leute da drüben.

00:03:02: Ich war also von Anfang an in der E-Procurement Szene dann auch in Deutschland dabei, als dieses Thema dann im Jahr ein, zweitausends wo zum Thema wurde.

00:03:10: Und ja, und da sind wir wieder bei dem Punkt E-Procurement ist für mich einen Weg Mensch und Prozess zu verbinden.

00:03:15: Am Ende steht immer ein Nutzer, der was was braucht und die Prozesse, die man von Nutzer aus gedacht hatte, die haben funktioniert.

00:03:23: Und wo man es vergessen hat, die habe ich so funktioniert.

00:03:26: Da ist unser Anknüpfungspunkt im Geiste zwischen Julia und mir.

00:03:30: Super!

00:03:30: Jetzt haben wir euch als Person kennengelernt, aber ihr vertretet auch jeweils ein Unternehmen.

00:03:35: Vielleicht machen wir da die Reihenfolge einfach rückwärts.

00:03:38: Alex Schweizer dürfte hoffentlich vielen Hörerinnen und Hörern des Podcasts einen Begriff sein und Freundinnen und bekannten das BMI auch nicht sehr so trotz.

00:03:48: vielleicht führst uns mal kurz durch das Unternehmensleistungsportfolio und das gleiche dann natürlich für unsere Snacks.

00:03:54: Na, ich hoffe doch sehr.

00:03:55: Also Schweizer ist ja ein Unternehmen was sich vom Buchhandel entwickelt hat hin zu einer Plattform für Fachinformationen und für Informationsprodukte und wir bringen auf dieser Plattform die Hersteller von Content, von Inhalten also Verlage primär mit den Nutzern zusammen in den Unternehmen.

00:04:15: Informationen sind etwas was jeder Nutzer in jedem Unternehmen braucht egal ob das eine HR oder eine Rechtsabteilung ist oder Marketing oder Seels, oder Engineering.

00:04:24: Die haben ganz verschiedene Anforderungen natürlich an die Produkte.

00:04:28: das heißt unsere Kategorie ist sehr breit.

00:04:31: wir reden allein im Katalog von ca.

00:04:34: fünfzig Millionen Produkten die wir da drin haben und ja uns sehr weit gefächert was das Anwendungsportfolio betrifft.

00:04:43: Unsere Kunden sind gerade jetzt in dem Kontext über den wir reden natürlich große Unternehmen, die strategischen Einkauf haben.

00:04:50: Die digitale Einkaufsprozesse haben und ihre Nutzer über diesen Kanal dann Fachinformationen einkaufen

00:04:57: lassen.".

00:04:58: Und da müssen wir irgendwie die Verbindung zum Thema Buchhandel beziehungsweise eben Snacks.ai finden Julia?

00:05:04: Genau also niemand mit ganz

00:05:06: übergeordnet gesprochen.

00:05:08: Unser Nordstern ist tatsächlich genau das was auch Alex jetzt eben schon angesprochen hat radikal vom Nutzer her zu denken und zwar egal, ob es interne Tools sind oder ob das Produkte für Endkunden sind.

00:05:20: Und wir haben zwei Produktlinien bis jetzt gebaut in unserem KI Start-up Snacks.

00:05:24: Das eine ist – und die haben auch miteinander zu tun, das wird man gleich verstehen – das eine ist das sogenannte Lab.

00:05:30: Das ist ein komplexes KI Tool was Verlage benutzen können um aus Buchinhalten hochwertige Metadaten und Verkaufstexte zu erstellen.

00:05:40: Und das Ziel ist die Sichtbarkeit und die Konversion zu steigern, also einfach was wir alle wissen gute Daten können gut verkaufen, schlechte Daten haben ein Problem sozusagen.

00:05:49: Das Gegenstück dazu für die Verbindung nach draußen ist der Agent oder anders ausgedrückt die dialogbasierte Suche-und Beratung, die wir mit Schweizer Fachinformation zusammen gebaut haben.

00:06:00: und da es so als übergeordnetes Bild Menschen in Web... was uns angetrieben hat, Menschen in Webshops nicht mit Filtern allein zu lassen sondern sie wie in einem Gespräch zu führen.

00:06:10: Bis klar ist ob das was man ihnen vorschlägt wirklich passt und wenn man das beides zusammen denkt und dass es schon so ein Ausblick wo's eigentlich hingehen soll nämlich starke Produktdaten und dialogbasierte Beratung dann entsteht nämlich das eigentliche Potenzial was richtig richtig spannend ist für den Handel der Zukunft Use-Cases, die man aus diesen individuellen Beratungsdialogen ableiten kann.

00:06:33: Also wirklich verstehen was Kunden wirklich brauchen, Betreuung verbessern zu Friedenheit steigern und damit eigentlich Kundenbindung zu produzieren.

00:06:42: Und ich glaube das ist etwas jeder der mal im klassischen Handelstand weiß wie wertvoll echte Kundenbindungen sind.

00:06:48: Wir haben dafür bis jetzt kein Equivalent im digitalen Handel.

00:06:52: Ich glaube es kann kommen genau mit diesen Moves dass man eben dialogbasiert berät zum Beispiel

00:06:59: Super, jetzt haben wir eure Unternehmen euch natürlich ein Stück weit kennengelernt und natürlich auch schon die eine oder andere Andeutung bekommen wo ihr zusammengefunden habt.

00:07:08: Nichtsdestotrotz lasst uns noch ein bisschen tiefer bohren.

00:07:10: Startup heißt ja start up Julia vielleicht kannst du uns dabei Snacks noch ein bischen auf die Reise nehmen Revue passieren lassen was ihr macht und dann natürlich gerne darin enden wie die Kooperation mit Schweizer entstanden ist.

00:07:23: Also im Prinzip haben wir anfangs tatsächlich uns auf die Verlagsseite fokussiert und nicht auf die Handelsseite, weil wir beobachtet haben das Verlage traditionell ja mit Handelspartnern zusammenarbeiten aber keinen Kontakt zu Entkunden haben, keinen direkten Kontakt.

00:07:38: Und da aber zunehmend Interesse und auch durch die Marktkonzentrationen Notwendigkeit entstanden ist.

00:07:44: Was wir gesehen haben ist dass Verlagen in digitalem Raum sehr schwer fällt ihre Produkte gut zu präsentieren und damit zielgerecht eben wirklich auch Endkunden zu erreichen.

00:07:55: Und dann haben wir eben diese tolle Begegnung gehabt mit Alex, um diese Breitschaft von Schweizer Fachinformationen wirklich großzudenken.

00:08:08: Wie das gekommen ist, ist vielleicht einfach eine schöne inspirierende Geschichte, was ich gemacht habe in unseren ersten Gründungsmonaten war.

00:08:14: Dass sich einen Verleger gefragt hat, sag mal kennst du jemanden mit dem wir Verkaufsprozesse wirklich innovativ diskutieren und vielleicht sogar komplett neu denken können?

00:08:25: Und da viel genau Einnahme!

00:08:27: Das war Alexander Graf und dann haben wir angefangen zu sprechen.

00:08:31: also Ich will so ein bisschen darauf abheben.

00:08:34: letztlich Innovation ist etwas das nicht durch Technologie maßgeblich entsteht, sondern durch Menschen die mit ihr was machen.

00:08:40: Und in diesem Fall war das eben der Match mit Alex.

00:08:42: Jetzt ist es schade dass die Zuhörerinnen und Zuhöhrer dich nie sehen können weil A sitzt du von einem imposanten Buch egal.

00:08:48: zum anderen merkt man aber auch deiner Körpersprachend einer Mimik an Dass das wirklich ein match made-in heaven ist wenn man das so sagen darf.

00:08:55: Ich kann mir auch gut vorstellen warum.

00:08:57: ich habe so verständigt genickt ich publiziere ja auch ich nenne jetzt ganz bewusst den Verlag nicht Aber gefühlt ist die online platform und auch die Möglichkeit meine Publikation zu suchen jedes mal relativ krückig, muss ich sagen.

00:09:09: Von daher schön dass ihr euch diesen Themas angenommen hat.

00:09:12: Jetzt wollen wir aber auch so ein bisschen spiegeln.

00:09:14: Wir hatten ja vorher gesagt, dass wir Start-up-Korporationen ansprechen mit der Corporate World.

00:09:22: Da braucht man natürlich auch die Corporate Perspektive.

00:09:24: Alex, du hattest schon angedeutet Schweizer eben bekannter etablierter Anbieter am Markt deswegen quasi in Begriff von Corporates.

00:09:31: Wie hat sich euer Geschäft in den letzten Jahren entwickelt?

00:09:34: Was ist dein Weg zum Treffen mit Julia zu treffen?

00:09:38: mit Snacks AI?

00:09:40: Ich bin auch froh, dass es ein Podcast ist oder ich bin froh das es ein podcast ist.

00:09:44: Bin nämlich ein bisschen rot geworden bei dem Lob von Julia aber freue mich über die Plume.

00:09:51: Ja unser Geschäft ist natürlich deutlich digitaler geworden also nicht nur im Prozess, dass der Einkaufsprozess digital stattfindet sondern dass die Produkte gekauft werden auf Digital sind.

00:10:02: und wir kommen eben von den klassischen Fachbüchern.

00:10:09: Und dieses Medium hat sich irgendwie überholt, zum einen weil es sehr lange dauert das herzustellen.

00:10:15: Wenn ein Fachbuch zu einem Thema erscheint, ist das Thema am Ende schon gar nicht mehr interessant.

00:10:20: Weil einfach eine Weile dauert und dann das Buch als Medium physisch muss verschickt werden Und darüber kam unsere Kommunikation dann auch zustande.

00:10:29: Das war der Inhalt unseres ersten Gespräches.

00:10:31: Also irgendwie so das klassische Fachbuch Es schön es dauert aber lange zu produzieren Es ist lange zu konsumieren Passt irgendwie nicht mehr in unserer Welt.

00:10:40: Auf der anderen Seite haben wir, wir haben das damals so die Instacremisierung von Wissen genannt.

00:10:46: Alles wird in kurze Posts gepackt ist extrem oberflächlich man googelt sich etwas oder man fragt ChatGbt und hat gar keine Verchiffizierung ob die Info wirklich wahr ist und wo sie denn herkommt?

00:11:00: Wie kriegen wir diese Welt zusammen?

00:11:02: Was ist denn was der Nutzer will?

00:11:03: Der Nutzer Will Informationen zu bestimmten Themen haben, da Nutzer Wilde eine Frage beantwortet haben oder sich Hintergründe erarbeiten zu einem bestimmten Thema.

00:11:11: Wie schaffen wir es, in diese Information zu geben?

00:11:15: Was ist dafür das richtige Medium?

00:11:17: und nicht so langsam wie ein Buch aber auch nicht so oberflächlich wie ein paar Posts oder Google oder auch nichtso unverifiziert wie einfache KI-Anfragen.

00:11:29: Und das haben wir versucht im Gespräch zueinander zu bringen und hatten da einen tollen, interessanten Austausch.

00:11:40: Und dann kam quasi parallel dieses Thema Dialog basierter Einkauf auf von Katalogbasiertersuche.

00:11:49: Julia hat das so schön gesagt wir wollen die Nutzer nicht mit den Filtern alleine lassen hin zu Dialog-Basiertersucher, dass der Nutzer einfach dem System beschreibt was er möchte oder braucht und das System schlägt ihm dann die richtigen Produkte vor.

00:12:05: Ja, schauen wir uns ja gleich noch mal an.

00:12:06: Ich würde gerne auch so ein bisschen um dieses Thema Start-up Corporate Kooperation sprechen.

00:12:12: Wir haben jetzt von euren Mimiken, von eurem Strahlen gesagt Match Made in Heaven.

00:12:17: trotzdem kann das.

00:12:18: also

00:12:19: wäre es ja fast langweilig.

00:12:20: in Anführungszeichen darfst aber auch sein wenn wirklich immer alles glatt gegangen wäre.

00:12:24: Also wie groß war auf der einen oder anderen Seite bei euch Kulturschock?

00:12:29: Wo hat's vielleicht mal geknirrscht?

00:12:30: wo habt ihr auch selber so ein bisschen über den Schatten springen müssen.

00:12:34: Als Start-up Kooperation bei euch ist es eben relativ branchen und produktspezifisch, aber ist ja auch was, was im industriellen Einkauf relativ häufig vorkommt.

00:12:42: Deswegen würde ich das ganz ein bisschen rausziehen und abstrahieren.

00:12:45: Je nachdem, bei wem hat's mehr geknischt der darf zuerst antworten.

00:12:49: Ne Spaß!

00:12:49: Du hast geknüscht bei euch?

00:12:52: Nee und ich finde die Frage aber total gut Florian weil das im Grunde klar macht, warum wir auch innerhalb unseres Start-ups doch relativ optimal aufgestellt sind.

00:13:04: Ich weiß wie Corporate funktioniert!

00:13:06: Ich kenne die Prozesse.

00:13:08: ich habe selber zwanzig Jahre einfach ein ziemlich großes Unternehmen geleitet und kann mir vorstellen was da passiert auf der anderen Seite?

00:13:17: Und warum so eins zu eins mit einem Startup reinzurumpzen in Corporate eigentlich nicht

00:13:22: geht?!

00:13:23: Und ich erinnere mich jetzt und eigentlich nur durch deine Frage, wie oft ich meinen beiden Co-Foundern die beide unter dreißig sind und überhaupt noch nie in einem Corporate gearbeitet haben erklärt habe was da gerade abläuft.

00:13:36: versucht habe sie zu beruhigen und versucht hat irgendwie klarzustellen, hey wir können das nicht erwarten dass die genauso funktionieren wie wir sondern das ist einfach eine riesen Maschine.

00:13:48: Und die hat ein anderes Tempo, die hat eine andere Verpflichtung nach innen und nach außen.

00:13:55: da hängt eine Credibility und eine Reputation dran.

00:13:57: wenn die einmal kaputt ist dann Dann ist es extrem schwer, die wieder aufzubauen.

00:14:02: Bei einem Start-up zu nächstes Start up auf total andere Kultur und das ist glaube ich ein sehr wichtiger Punkt letztlich gewesen dass ich da als Brückenbauerin auch dazwischen war und zwischen beiden Welten einfach sehr gut hin und her denken konnte und auch vermitteln konnte.

00:14:19: Danke Alex.

00:14:21: dann deine Corporate Brille, wo hat es vielleicht bei euch mal geknirrscht oder wo waren Vorbehalte?

00:14:27: Das ist ja auch immer bei Start-ups.

00:14:28: Julia hat's gerade angedeutet die können auch wieder relativ schnell verschwinden wenn man entsprechende Investitionen getätigt hat.

00:14:36: in so einer Beziehung ist ja nicht unbedingt glücklich.

00:14:38: also von daher, wo gab es bei euch Probleme oder Nichtprobleme sondern eben Vorbehalt.

00:14:43: Wo wurden Risiken gesehen?

00:14:44: Jetzt fällt mir jetzt auch gerade auf was für diesen Match beigetragen hat.

00:14:49: Ich habe ja auch mal in Startups gearbeitet und Startups mitgebaut.

00:14:52: Und insofern nimmt man genauso wie Julia den umgekehrten Weg gegangen ist, so nimmt man die Erfahrung natürlich mit und kann sich ein bisschen in die Gedankenwelt der anderen reinstellen.

00:15:02: Der größte Unterschied oder das größter Thema zwischen uns war Geschwindigkeit.

00:15:06: Geschwindigkeit wie ein Start-up tickt, wie Entscheidungen getroffen werden, wie man eine Entscheidung noch einmal auf dem Prüfstand stellt und noch mal in eine andere Richtung geht, da ist natürlich ein großes Unternehmen wesentlich langsamer.

00:15:24: Und während uns so einen Hectake Julia hatte den eingeführt Leitspeed.

00:15:28: Wir müssen jetzt einfach schnell sein.

00:15:29: wir müssen schnell was auf die Straße bringen.

00:15:32: Snacks wollte ein Käse haben, logischerweise.

00:15:34: Startup hat keine Zeit jetzt erstmal noch zwei Jahre zu forschen und mal gucken ob sich irgendwas entwickelt sondern die müssen schnell probieren, ob ein Geschäftsmodell greift und ob das funktioniert weil das Unternehmen dran hängt.

00:15:48: Und insofern war Lightspeed, so das Hashtag für unsere Zusammenarbeit.

00:15:55: Dann haben wir Wege gefunden, dass bei uns auch dann entsprechend zu beschleunigen die Leute abzuholen und vor allem von Anfang an klar zu machen.

00:16:05: Das ist jetzt nichts was wir jetzt in vielen Gremien diskutieren können und wollen sondern wir müssen schnell etwas probieren statt lange zu beraten!

00:16:13: Und natürlich in der Corporate-Welt auch vor der Diskussion, und man muss den ein oder anderen Menschen abholen.

00:16:21: Was ich mit Gewalt tun wollte hat mich Julia manchmal mit weiblicher Empathie beraten, wie die Leute abholten zu.

00:16:29: So war man denke ich.

00:16:31: Sowas sollen Kooperationen ja auch.

00:16:34: Könnt ihr vielleicht Alex du hattest schon paar Punkte dazu gesagt?

00:16:38: Oder hat man rausarbeiten können... die so in Richtung Tipps gehen.

00:16:42: Könnte das auf ein, zwei?

00:16:44: Gerade für unser Publikum, für die Einkäuferinnen und Einkäufe da draußen Risikoavers-Kostendruck Das ist so das Tagesgeschäft.

00:16:52: Könnt ihr da ein oder zwei Tipps raushauen, wo sagt so funktionieren?

00:16:56: oder dass es quasi unser Erfolgsgeheimnis für Startup Corporate Kooperation?

00:17:02: Ich habe zwei Dinge auf dem Herzen.

00:17:03: Das eine ist man muss über das Ziel klar sein.

00:17:08: Das Mascotchen unserer Zusammenarbeit ist eine Katze.

00:17:13: Die lief mal neben mir lang, als ich mit Julia ein sehr langes Gespräch hatte und dabei draußen gelaufen bin und wir uns klar wurden was wollen wir?

00:17:21: Was will Snacks und was will Schweizer?

00:17:23: Was wollen wir voneinander?

00:17:26: Und dieses Gespräch muss sehr klar und sehr ehrlich sein.

00:17:29: Da darf keiner dem anderen irgendwie etwas vormachen und erzählen sondern man muss sich ganz klar sein was will jeder von dieser Partnerschaft Und was ist unser gemeinsames Ziel?

00:17:41: Das muss sehr, sehr klar sein.

00:17:43: Auf dieser Basis lässt sich es ja offen und gut arbeiten.

00:17:47: Für die Kopperezeite kann ich sagen das dann wichtig ist es nicht so groß zu kochen sondern sagen lasst uns ein kleines Team bilden, lass es uns probieren.

00:17:54: Es kann sein dass diese Zusammenarbeit die Welt verändert, dass unsere Geschäft komplett verändert aber das denken wir jetzt noch gar nicht Weil dann sind viel zu viele Prozesse involviert, sondern lasst uns jetzt ein Team zusammenstellen.

00:18:08: Ein Budget draufsetzen, einen Plan machen und einfach mal loslegen und etwas bauen und dann schnell gucken ob es funktioniert oder nicht.

00:18:16: Also Geschwindigkeit ist tatsächlich in dem Sinne auch ein Erfolgsfaktor weil dann sieht man schnell ob es geht oder nicht.

00:18:22: so ein Projekt ist nach einem Jahr automatisch langweilig geworden.

00:18:28: also klein anfangen Geschwindigkeiten haben sich klar sein zusammen, was man will.

00:18:34: Das wären meine Punkte.

00:18:35: Super!

00:18:36: Julia nickt hat aber sicherlich noch etwas hinzuzufügen?

00:18:38: Ja ich glaube also rein praktisch ist es super super schön wie du das gerade geframed hast Alex und das ist einfach auch nochmal ein Spiegel diese Grundatmosphäre die da war, die man dann irgendwann als selbstverständlich hingenommen hat.

00:18:50: aber inzwischen sind wir in vielen anderen Projekten drin.

00:18:53: Das ist immer sehr unterschiedlich und sehr abhängig von dem Unternehmen, wie sich das auch für uns anfühlt.

00:18:59: Und ich habe alles wieder erkannt was du gesagt hast.

00:19:01: genauso hat es sich angefühlt.

00:19:02: auch also das war eine ganz klare Entscheidung von eurer Seite und das ist auch das Wichtige nämlich dass das Spielfeld klar definiert ist, dass man eben wirklich sich auch zwingt dazu ne Laufzeiten Scope ein Budgetrahmen usw.

00:19:16: festzulegen und eben auch die Erfolgskriterien also dass man einfach nicht nur rum spielt sondern dass man eben wirklich auch klare Leitplanken sich setzt und abliefert.

00:19:28: Und was ich glaube, was ganz praktisch dafür richtig wichtig war das ihr, weil Schweizer einfach auch echte Owner benannt habt, dass das nicht irgendwie Spielfiguren waren die irgendwie etwas tun sollten und im Hintergrund war irgendjemand anders der was entschieden hat, sondern es war klar wer hat Verantwortung?

00:19:45: Wer ist owner und wer entscheidet?

00:19:47: Und diese kurzen Entscheidungswege sind... gerade jetzt in diesem dynamischen KI-Umfeld absolut relevant.

00:19:56: Man kann einfach gar nichts, keinen Loom Topf gewinnen wenn man nicht wirklich auch sozusagen dahinter all diesen großen Entscheidungen versucht sich anzupassen an das Tempo was im Moment in der KI Welt existiert.

00:20:08: Ich glaube dass alles zusammengenommen ist ein Setting, was nicht Schweizer Fachinformationen spezifisch ist.

00:20:15: Sondern das kann man einfach so sagen, dass es ein Setting funktioniert zu dem man sich entscheiden muss.

00:20:19: Übrigens gehört dazu Mut.

00:20:20: Ich bin wirklich total beeindruckt, dass der CEO von der Gruppe von Schweizerfachinformation diesen Mut gehabt hat also das zuzulassen und eben aber auch die Verantwortung abzugeben Und nicht zu sagen ich will jetzt ganz eng reported bekommen oder so.

00:20:35: Das gehört zur Innovation.

00:20:36: Also es müssen sich Leute einen Hut aufsetzen, die daran glauben und die müssen aber auch ein Freiraum haben.

00:20:41: Und das muss aber ein klarer Rahmen sein.

00:20:43: Super!

00:20:44: Ich war wirklich bei euch beiden sehr greifbare Punkte mit dabei.

00:20:47: Vielleicht für den einen oder anderen noch nicht greifbar genug im Einkauf?

00:20:51: Deswegen machen wir's jetzt.

00:20:52: Greifbar lassen uns konkret über die Lösungen sprechen, die ihr realisiert habt gemeinsam realisiert hab.

00:20:57: ich hatte ja schon so'n bisschen...und ihr auch schon so n bisschen die Angel ausgeworfen.

00:21:01: Wir sprechen über digitalen Einkauf, wir sprechen über KI-Agenten Und Alex, da hast du ja auch eben Weilschweizer BME-Partnerschaft jahrelange Zusammenarbeit.

00:21:12: Auch den Blick für einen Einkauf.

00:21:13: also was habt ihr umgesetzt?

00:21:15: Welchen Vorteil siehst Du hier mit Deiner Erfahrung Mit Einkaufsabteilungen in Eurer Kundenportfolio?

00:21:25: Ja es ist eigentlich dieses das klassische Thema.

00:21:27: Was willst Du?

00:21:28: Willst Du eine Bohrmaschine kaufen oder ein Loch in der Wand?

00:21:31: und Das ist ja das was Dialog basierter Einkauf verkörpert, der Nutzer beschreibt dem System welches Problem erlösen möchte oder was sein Problem ist und das System führt die entsprechenden Schritte aus.

00:21:44: Das ist jetzt mal sehr ortgegriffen.

00:21:46: Es fängt natürlich an mit einer dialogbasierten Suche

00:21:50: d.h.,

00:21:51: was wir im ersten Schritt getan haben dass wir neben der Standard-Suche, die es in unserem Webshop gibt, an diversen Imokumentsysteme angeschlossen ist.

00:22:00: Gibt es eben einen Nutzerdialog, indem der Nutzer beschreibt was sein Thema ist?

00:22:05: Welche Art Information er sucht, welche Frage er beantworten möchte und dann tritt das System mit ihm im Dialog und fragt ihn wo kann ich dich abholen?

00:22:14: Was weißt du schon?

00:22:15: oder was kannst du mir noch näher über deine Suche sagen, über dein Thema sagen und führt ihn dann Schritt für Schritt zu einem Produkt aus unserem Katalog, mit dem wir eben konkret helfen können um was er sich in den Bahngruppe legen kann.

00:22:32: Das ist kurz zusammengefasst das was sie lösen.

00:22:36: Können wir sagen es ist ein Volltreffer.

00:22:38: Ich weiß nicht ob Agentic AI vielleicht sogar letztes Jahr schon so aufgenommen hat aber gefühlt neben KI allgemein mittlerweile das Top-Thema, was meiner Wahrnehmung nach rund um Einkauf und der Community diskutiert wird.

00:22:52: Und kann da mit mich Entschuldigung für den Begriff so relating?

00:22:56: Weil ich mich noch sehr gut daran erinnere also diese Dualität von katalogbasierten Einkauf zu dialogbasierten Einkaufen.

00:23:03: Ich kann mich genau erinnern wie ich das erste Mal quasi nach der Hochschule irgendwo in E-Katalog rein bin, damals über SAP SRM aufgesetzt und es sah nach einer endlosen Exeliste aus.

00:23:15: wenn ich das mal sage war ich echt ernüchtert.

00:23:17: Und da hat sich natürlich auch Shopping like Amazon usw.

00:23:21: schon einiges getan.

00:23:26: sucht, dann weiß man da muss man es doch relativ konkret auf einen Begriff oder zwei Begriffe runter formulieren.

00:23:32: Dazu muss ja Dialogbasierung eben genau die Lösung sein.

00:23:35: super spannend.

00:23:35: vielleicht Julia kannst du noch mal ein bisschen genauer in diesen Suchvorgang vielleicht mit dem Beispiel erklären wie was läuft da technisch beziehungsweise inhaltslich ab?

00:23:44: Total gerne weil ich glaube dass das was da im Moment entsteht und möglich wird tatsächlich so ein bisschen eine Bewusstseinserweiterung auch ist, wie man eigentlich Einkaufsprozesse gestalten kann.

00:23:55: Und was die einzelnen Bestandteile davon sind?

00:23:57: Wenn ich das jetzt einfach technisch einmal auf den Punkt bringe, würde ich sagen... Das, was da passiert ist, dass Nummer eins es gibt strukturierte Produktdaten – das ist natürlich wichtig – gute Metadaten, Kategorien, Verfügbarkeit und Preis.

00:24:10: Diese strukturierten Produktdate werden mit einer simantischen Suche kombiniert also eine Suche über Inhalte und Deskriptoren.

00:24:19: Und dann gibt es als dritten Aspekt eben den Dialog Controller sozusagen, der entscheidet.

00:24:25: muss ich eine Frage stellen soll ich was filtern?

00:24:27: Soll ich was suchen?

00:24:27: Solle ich vergleichen?

00:24:29: ist jetzt dem Moment das sich empfehlen kann.

00:24:31: Das heißt dieser ganze Vorgang ist ein mehrstufiger, der jetzt auf der Basis von Daten gemacht wird und mit der Hilfe von neuer Technologie gemacht wird fängt an zu verstehen und ich erst recht in meinem stationären Handelserfahrung fange an zu verstehen.

00:24:47: Das sind Qualitätsstufen, die da erreicht werden, die du im klassischen Handel von einzelnen Menschen so nicht erwarten kannst weil sie können nicht alle Bücher kennen zum Beispiel oder alle Produkte kennen.

00:24:59: Sie wissen nicht was gerade verfügbar ist.

00:25:01: das können sie einfach nur hoffen dass es verfügba ist und sie und sie können sich in so kurzer Zeit so punktgenau auf einen Kundenbedürfnis reagieren.

00:25:09: Und deswegen, glaube ich sind wir da kurz vor so einer wirklich völlig neuen Erfahrung innerhalb von der Customer Journey was auch zu Friedenheit dann angeht.

00:25:20: Weil solche Systeme wenn sie gut miteinander kombiniert sind unglaublich genau verstehen können und das was als nächstes daraus resultiert ist dass das natürlich Kundenbindung erzeugt weil es Vertrauen gibt.

00:25:32: Und dieser Vertrauensmoment Trust ist immer das, was am meisten an eine Marke auch bindet.

00:25:37: Das ist das, dass Alex und wir eben diskutieren und versuchen jetzt weiterzuentwickeln weil das was wir jetzt haben es nur die Basis.

00:25:45: also das ist einfach die Ausgangsbasis.

00:25:46: sozusagen wie kann es jetzt weitergehen in die Richtung des gesamte Denken und die gesamten Marken Identität von Schweizer im Grunde in dieses Feld reingeht absolut Kundenbezogen reagieren zu können in Tempo, in Genauigkeit.

00:26:05: In angenehmen Dialog und so weiter.

00:26:08: Da ist ja ganz viel Raum der noch sehr stark manuell geprägt ist.

00:26:13: In allen Unternehmen übrigens auch total egal ob Buchbranche oder andere Branchen.

00:26:19: da gibt es einfach noch viele manuelle Prozesse.

00:26:22: zum Teil zusammenhängt mit alten Systemen Und das ist glaube ich der spannende Moment auch im Jahr Unternehmen sich entscheidende Geschwindigkeit und Exzellenz auch aufzubauen, indem sie tatsächlich auch lean- und einfach mit Startups zum Beispiel zusammenarbeiten.

00:26:40: Und neue Ebenen zulassen ausprobieren wie das geht und das anfangen zu etablieren.

00:26:45: Ja spannend!

00:26:46: Ich versuch gerade daraus die Frage zu formulieren.

00:26:49: Du sagst also eigentlich hört es dich so an... eigentlich ein permanenter Entwicklungs- und Weiterentwicklungsprozess.

00:26:55: Gibt es trotzdem bis hierher Lessons learned, die ihr mit der Community, mit der Hörerschaft teilen könnt?

00:27:02: Vielleicht auch da wieder so'n bisschen in Startupperspektive und Corporate Perspektive.

00:27:07: aber Julia du warst gerade im Flow von daher fängst gerne an.

00:27:10: was waren so deine Lessons learnt, die sich jetzt nicht eins zu eins mit dem Thema Kooperation denken?

00:27:16: Also im Prinzip ist natürlich diesen ersten Schritt gut hinzukriegen, schon ein großer Schritt.

00:27:21: Vor allem wenn man bedenkt das nach unserem Wissen weltweit im Moment für das Segmentbuch sich noch niemand getraut hat einen Dialog basierte Beratung anzubieten.

00:27:29: da sind wir tatsächlich die Ersten gewesen und dass es sozusagen... fast an einem Punkt, wo wir sagen das ist super.

00:27:37: Da gibt es noch Luft nach oben aber das sind eben dann die berühmten zehn Prozent, die besonders viel Arbeit machen.

00:27:42: Was jetzt passieren muss?

00:27:43: Ist tatsächlich weiter zu denken was Menschen eigentlich brauchen wenn sie gute Einkaufsprozesse haben wollen und dass Es dann natürlich viel mehr Das ist das eben der Mensch wiedererkannt wird das Suchverhalten was da war verstanden wird Dass der agent total individuell auf die menschen reagieren kann tatsächliche Use Cases entstehen, wo jemand wie die Schweizer Fachinformationen eben neue Umsatzpotenziale daraus ableiten können.

00:28:13: Weil sie einfach besser sind als alle anderen damit Kundenbedürfnisse zu verstehen und top zu erledigen.

00:28:19: Und da gibt es glaube ich ein großes Feld was voraussetzt, deswegen kann ich so präzise jetzt noch nicht werden.

00:28:26: Dass man die Prozesse erst mal sich anguckt, die jetzt da sind weil sie haben ja auf Bedürfnissen aufgebaut.

00:28:31: Diese Prozessen muss man erstmal in eine neue Form bringen und dann muss man eben schauen was macht man damit das besser ist als es jetzt ist?

00:28:38: Und ich glaube dass besonders wichtig da tatsächlich auch werden wird in der Zukunft in den Austausch mit echten Kunden zu gehen und dann zu hören und zuzuhören zuzuschauen wie macht ihr das?

00:28:50: Was braucht ihr eigentlich wirklich?

00:28:51: wo sind wir?

00:28:52: Wo sind wir einfach noch lame und nicht richtig gut?

00:28:55: Alex, was ist deine Perspektive zu der Klassiker jetzt beim Thema KI und Kooperation werden?

00:29:00: Du hast vorhin gesagt die Deutschen sind sehr prozessaffin.

00:29:04: Die Deutschen sind typischerweise auch relativ Datensicherheitsaffinen und ähnliche Dinge.

00:29:09: Vielleicht kann Starts weitere Herausforderungen kurz rausgreifen wo du sagst okay da haben wir Erfahrungen in der Kooperation gesammelt, die wir vielleicht auch anders so replizieren können.

00:29:18: Na ja, echt einfach mal machen und einfach mal getrauen und die Chancen sehen.

00:29:23: Das ist tatsächlich was, was du sagst.

00:29:26: Deutschland ist sehr Prozessaffin und sehr Regelaffin.

00:29:29: Und wenn das Neues um die Ecke kommt sieht man erst einmal das Risiko und was Böses passieren kann und nicht die Chansen, die so eine Technologie entsprechend bereithält.

00:29:38: Und davon muss man versuchen sich in einem Unternehmen frei zu machen.

00:29:41: und dass gut trennen.

00:29:42: Es gibt Leute im Unternehmen hat immer zwei Arten von Leuten bis zurückhalten da sind und darauf achten, dass alles eingehalten wird die auf der Sicherheitsseite sind.

00:29:53: Und wie die voran strömen und stürmen und das muss man dann gut moderieren und einfach mal laufen lassen

00:29:59: und

00:30:00: dann gucken was man tatsächlich regulieren muss.

00:30:03: wenn man mit dem Regelwerk anfängt dann getraut man sich gar nicht den ersten Schritt zu machen.

00:30:08: Gibt es ja den schönen Begriff Showstopper dafür?

00:30:10: Ja wir haben das ja im Einkauf gelernt.

00:30:12: Die Verkürmungssysteme wurden erst aus der Einkaufswelt gedacht.

00:30:15: Ich muss alles kontrollieren, ich muss alles bis ins Letzte checken und dann war es für die Nutzer irgendwann unbenutzbar und sie haben begonnen, nebenbei zu kaufen.

00:30:24: also da ist Maverick-Bying entsteht nicht weil der Nutzer böse ist sondern weil der Einkaufen im Unternehmen einfach unklar und so kompliziert ist.

00:30:33: Da hat uns die Welt ein bisschen eingeholt.

00:30:35: Wir haben jetzt eine Generation von Leuten am Start, die BtoC-Commerce gewohnt sind.

00:30:40: Du hast Amazon vorhin erwähnt.

00:30:42: Die sind gewohnten wie einfach es ist bei Amazon zu kaufen und genau den selten Komfort musst du natürlich auch bieten.

00:30:49: Und interessanterweise haben wir jetzt die Chance diesen Komfort tatsächlich zu überholen.

00:30:54: also wir sind jetzt lange im E-Procurement hinterher gerannt.

00:30:57: Also erst mal haben wir gesagt, nein wir wollen kein Amazon und keine Empfehlung, keine Personalisierung.

00:31:03: Jetzt hat man erkannt dass das genau ist was die Nutzer wollen und das muss ich erfüllen weil der Nutzer macht seine Arbeit und will sich nicht mit Einkaufsprozessen beschäftigen.

00:31:13: deswegen muss das schnell und einfach und flexibel sein so dass ich das gesamte Volumen auch kriege und den Nutzer dieser Prozess tatsächlich auch Spaß macht.

00:31:21: und darauf aufbauen kommt jetzt eben der nächste Schritt.

00:31:25: Das klingt gut.

00:31:26: Nächster Schritt klingt Gut aber trotzdem noch einen Punkt zu dem was du gerade sagst, es finde ich total wichtig.

00:31:32: Der Einkauf ist kauft nicht einen als Selbstzweck sondern muss sich eigentlich viel stärker noch an den internen Kunden ausrichten.

00:31:38: da ist euer Tulia auch ein schönes Beispiel.

00:31:41: Du hast aber grade deswegen bin ich auch sozusagen reingekrätcht grad so schön den Scheinwerfer Richtung Zukunft gedreht.

00:31:47: jetzt sind wir in bisschen der Vergangenheit gewesen.

00:31:50: wie habt ihr zueinander gefunden?

00:31:51: Bisschen der Gegenwart was läuft oder ist bisher gelaufen?

00:31:55: vielleicht ein kurzer Blick in die Zukunft.

00:31:57: Was sind eins bei Themen, die ihr gemeinsam vorhabt?

00:32:02: Wie können unsere Hörerinnen und Hörern davon erfahren was sie da so aushäckt und dann auch in die Realität bringt.

00:32:08: Jetzt wollen wir natürlich bestimmt noch nicht alles verraten aber vielleicht mal ein paar kurze Dinge.

00:32:12: KI kommt ja von beiden Seiten.

00:32:14: das eine von der Suche Also auf unser System, die E-Procurement-Systeme sind Dialog basiert aufgebaut.

00:32:23: Das heißt der Nutzer wählt nicht mehr zwischen verschiedenen Katalogen oder hat irgendwie eine katalogübergreifende Suche sondern er beschreibt dem E-procurementsystem was er möchte.

00:32:32: jetzt müssen wir natürlich eine neue Art von Schnittstellen schaffen wie dann an unseren Katalog ein unserer System übergeben wird und wir den Nutzerdialog zum Beispiel fortführen.

00:32:39: also ich sag mal Dialog UCI oder so als Stichwort, das ist die Einrichtung.

00:32:46: Das Zweite ist ganz spannend – die Produkte selber tragen jetzt auch KI in sich.

00:32:50: also es gibt jetzt Fachbücher, die digital sind, die du befragen kannst.

00:32:54: Den kannst du fragen, dass du kaufst den Inhalt und kannst das Werk oder die Datenbank gleich befragen.

00:32:59: und diese Kette wie kriegt man dies sauber hin?

00:33:02: Dass der Nutzer an sein System geht?

00:33:04: folgende Fragestellung, die ich beantwortet haben möchte.

00:33:07: Und den interessiert mich da ein Produkt zu kaufen oder irgendwas zu lizenzieren?

00:33:10: Der will diese Frage beantworten haben.

00:33:12: und wie schafft man diese Kette?

00:33:16: sehr einfach für den Nutzer und automatisiert.

00:33:19: das ist ein Ding wo wir gerade dran sind.

00:33:21: Dann darf die Julia noch einen Wunsch formulieren Einkäufer gelten ja als harte Hunde und Hündinnen Gerade in der Corporate World vielleicht.

00:33:29: Was is dein Wunsch an unsere Gatekeeper im Einkauf aus Start-up Sicht.

00:33:34: Sie dürfen absolut Gatekeeper sein, weil sie ja auch... Sie müssen auf eine bestimmte Formen bestimmten Rahmen achten.

00:33:40: aber ich würde mir wünschen dass sie auch diese Rolle einer von ermöglichern übernehmen.

00:33:46: und das der größte Wunsch ist eigentlich auch sozusagen die Identität von diesem Job nämlich immer die Kundenbedürfnisse und die Kundenvorteile im Blick zu haben.

00:33:55: Und ich finde tatsächlich, dass es der Nordstern sozusagen von da aus zu denken vom Regelwerk her zu denken und zu gucken, wie müssen wir immer weitergehen genauso wie Alex das eben angesprochen hat um auf die sich verändernden Kundenbedürfnisse zu reagieren?

00:34:11: Und damit dürfen wir nicht so lange warten.

00:34:12: Das ist total klar!

00:34:13: Super ich glaube es ist ein konstruktiv kritischer Hinweis an viele Einkäuferinnen und Einkäufe.

00:34:19: sehr charmant formuliert.

00:34:21: Ich darf mich fast genauso charmant bei euch bedanken für die Aufzeichnung verabschieden.

00:34:27: Für mich wirklich super spannend, mal nicht so diese ganz starke Einkaufsbrille mit aufzuhaben auch bei meinen Gästen sondern eben also ein bisschen den Außenblick zu haben aber eben hochrelevant sowohl bei dem Thema Start-up Kooperation als auch eben bei diesem Schritt zum Dialog basierten Einkauf.

00:34:42: wie gesagt für mich ein echtes Schlagwort.

00:34:44: ich sage danke an euch beide!

00:34:46: Vielen Dank!

00:34:55: Sie hörten.

00:34:55: Kaufkraft der Entscheider

00:34:57: Talk Ein Podcast des BME,

00:35:00: Musik Sascha Wild,

00:35:02: Sprecher Ingo Wassermann.

00:35:03: Eine Produktion des

00:35:05: Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf

00:35:07: und Logistik eV.

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